Argumente zum Informationsabend der Hochschulgruppe "Burschenschaften zu Konstanz" am 02. Mai 2012

Was sind Burschenschaften und was sind sie nicht

 

Burschenschaften sind frauenfeindlich.

Auf keinen Fall. Die Mehrheit der Verbindungen in Konstanz nehmen Frauen auf. Die Burschenschaften vor Ort sind hingegen reine Männerbünde, was allerdings nicht heißt, dass diese frauenfeindlich eingestellt seien! Mit dem selben Argument sind auch Männerfußballmannschaften als frauenfeindlich einzustufen. Oder Taubenzüchtervereine briefmarkensammlerfeindlich. Wer an seinem Hochschulort einen Verein für Briefmarkensammler vermisst, der sucht sich Gleichgesinnte und gründet eben einen. So einfach ist das. Als reine Männerverbindungen respektieren wir korporierte Frauen genauso wie korporierte Männer. 'Couleurdamen' sind bei uns herzlich willkommen.

Burschenschaften sind Saufclubs. Es gibt Trinkrituale und es herrscht Trinkzwang.

Es kann bezweifelt werden, dass der korporierte Student im Schnitt mehr trinkt als der "normale" Student. Bei den Trinkzeremonien, die es zwar durchaus gibt, muss allerdings nicht immer Bier im Glas sein. Zum Alkohol wird wirklich niemand gezwungen. Es gibt sogar durchweg abstinente Verbindungen! Im Allgemeinen nimmt das Trinken bei Studentenverbindungen einen wesentlich geringeren Stellenwert ein, als dass es für manchen Außenstehenden vielleicht den Eindruck erweckt. Harter Alkohol ist bei den meisten Verbindungen im Übrigen verpönt.

Wenn man einmal dabei ist, kommt man nicht mehr heraus.

In Verbindungen gilt das Lebensbundprinzip, das heißt, man hat den Anspruch, sich auch nach dem Studium nicht aus den Augen zu verlieren. In der Tat fußt die Grundlage aller Verbindungen darauf, dass die Alumnis unter den Verbindungsstudenten – die Alten Herren – den Aktiven der Verbindung finanziell beiseite stehen. Insofern wird eine lebenslange Mitgliedschaft zwar erwartet, aber niemand wird aufgehalten, wenn er gehen will.

Die fechten da und verletzen sich, um sich zu beweisen.

Die Rheno-Alemannia ist pflichtschlagend, die Bayuvaria stellt es ihren Mitgliedern frei, eine Mensur zu fechten. Die Mensur hat heute allerdings mit einem Duell des 19.Jahrhunderts nichts mehr gemeinsam. Es geht nicht darum, den anderen etwas zu beweisen, höchstens sich selbst. Die klassische Narbe – der Schmiss – wird heute eher als ein Zeichen unsauberen Fechtens gesehen als ein Andenken, auf das man stolz sein kann.

Verbindungen und besonders Burschenschaften sind national und rassistisch.

Wir sind keine Nazis. Ja, wir singen das Deutschlandlied in allen drei Strophen, doch hat das etwas mit dem geschichtlichen Kontext zu tun, in welchem das Lied entstanden ist. Zu dieser Zeit war Deutschland in Kleinstaaten aufgeteilt, „Deutschland über alles“ hatte damals weniger etwas mit der Selbstüberhöhung der eigenen Kultur als etwas mit dem Streben nach einem geeinten deutschen Nationalstaat zu tun. Durch den Missbrauch der 1.Strophe zu Zeiten der deutschen Nazidiktatur wollen wir uns den ursprünglichen Geist des Liedes nicht nehmen lassen.

Im Übrigen waren Burschenschaften die treibende politische Kraft für die Revolution von 1848. Der Demokratiegedanke gilt als Urgedanke deutscher Burschenschaften. Zu allen Zeiten, besonders während der Teilung Deutschlands, haben die Burschenschaften ihren Demokratie- und Einheitsgedanken hochgehalten. Und diese Traditionen zu bewahren, heißt für uns am Ende nicht das Halten der Asche, sondern die Weitergabe der Flamme!

Burschenschaften: Karriereclubs und arrogante Schnösel?

Betrachten wir es so: was heißt der heute beliebte Begriff des 'Networkings' anderes als Netzwerken? Und ist nicht jeder Rotary Club, Lions Club, jede politische Jugendorganisation oder Hochschulgruppe, ja jeder Fußballverein nichts anderes als ein Netzwerk?

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